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Ruf aus dem aufstaendischen Griechenland:
erstellt am 27.12.2008 von wolf


http://de.indymedia.org/2008/12/237414.shtml?c=on#comments2
Ein Aufruf aus Griechenland zur internationalen Solidaritaet. Quelle Indymedia Barcelona

Eine Bande an Politikern und Jornalisten schwaermen herum und versuchen sich unsere Bewegung zu nutze zu machen und ihr ihre eigne Rationalitaet aufzudraengen. Sie sagen, dass wir rebellieren, weil unsere Regierung korrupt ist oder weil wir mehr Geld und mehr Arbeit von ihr bekommen wollen. Falsch.

Wenn wir Banken zerstoeren, dann darum, weil wir in ihrem Geld einen Hauptgrund unserer Traurigkeit erkennen. Wenn wir die Schaufenster der Laeden zertroemmern, ist es nicht weil das Leben teuer ist, sondern weil uns die Gueter selbst am Leben hindern, unabhaengig von ihrem Preis.

Wenn wir die polizeilichen Formationen angreifen, dann nicht nur um unseren toten Kameraden zu raechen, sondern weil sie zwischen der Welt und der Welt, wie wir sie uns wuenschen, immer ein Hindernis sein werden.

Wir wissen, dass der Moment gekommen ist, indem wir strategisch denken muessen. In diesen imperialen Zeiten, ist es uns klar, dass unser Aufstand sich ausbreiten muss, um siegreich zu werden, zumindest auf europaeischem Niveau. Wir haben andere Bewegungen gesehen und von ihnen gelernt: von den Gipfeltreffen IMF-G7, die auf globalem Level beantwortet wurden, von den rebellierenden Studenten, von den innerstaedtischen Strassenkaempfen in Frankreich, von der Anti-TAV Bewegung in Italien, von der Kommune von Oaxaca, von den Unruhen in Montreal.

Von der Verteidung zur Offensive, wie die die in Ungdomshuset, in Kopenhagen, sich wehren, wie die die die nationalistisch-republikanische Zusammenkunft in den USA boykottieren.... eine lange Liste die immer weiter laeuft.

Genuehrt durch die Katastrophe sind wir Kinder aller Krisen, der Politischen, Sozialen, oekonomischen, oekologischen. Wir wissen, dass diese Welt bereits tot ist. Dass man verrueckt sein muss, sich an ihren Ruinen festzuklammern. Dass die einzige vernuenftige Moeglichkeit darin liegt, sich selbst zu organisieren.

Hieraus wird auch die vollstaendige Ablehnung jeglicher Politik der Parteien und Organisationen offensichtlich, da sie Teil der alten Welt sind. Wir sind die schlecht behandelten Kinder dieser Gesellschaft und wir wollen nichts von ihr. Das ist die letzte Suende, die sie uns nie verzeihen wird. Hinter den schwarzen Schaals, sind es wir, ihre Kinder. Und wir haben uns organisiert.

Wir koennten niemals soviele Anstrengungen unternehmen, um das Materielle dieser Welt zu zerstoeren, ihre Banken, ihre Supermaerkte, ihre Polizeistationen, wenn wir nicht w�ssten, dass wir dadurch ihre Metaphysik, ihre Ideale und Ideen und ihre Rationalitaet untergraben.

Die Medien beschrieben das Geschehene letzte Woche als einen Ausbruch des Nihilismus. Was sie sich nicht zu sagen trauen ist, dass wir in dem selben Prozess, diese Realitaet zu ueberfallen und zu vernichten, eine hoehere Gemeinschaftsform ausprobieren. Eine Gemeinschaft der Mitbestimmung, eine hoehere Form der spontanen und froehlichen Organisation in der die Basis fuer eine andere Welt gelegt wird.

Manche moegen sagen, dass unsere Revolte an ihre eignen Grenzen stossen wird, aus dem einfachen Grund, dass sie nur Zerstoerung schafft. Das waere die Wahrheit, wenn wir nicht, abgesehen von den Strassenkaempfen, fuer die notwendige Organsation gesorgt haetten, die eine langlebige Bewegung benoetigt: Lagerraeume fuer die gepluenderten Sachen, die Krankenstationen um unsere Verwundeten zu versorgen, die Medien, um unsere eigene Presse zu veroeffentlichen, unsere Radiostationen, unsere Kinos, unsere Leben.

In ganz Europa zittern die Regierungen. Sicherlich ist das, was sie am meisten erschreckt nicht das Lautwerden auf den Strassen, was sich auf lokaler Ebene reproduziert, sondern die Moeglichkeit, dass die westliche Jugend einen gemeinsamen Grund findet und sich erhebt, um dieser Gesellschaft den Todesschlag zu verpassen.

Dies ist ein Ruf an alle die ihn hoeren:
Von Berlin nach Madrid, von London nach Tarnac, alles ist moeglich.

Die Solidaritaet soll sich in Komplizenschaft verwandeln. Die Konfrontationen muessen sich ausdehnen. Die Kommunen muessen ausgerufen werden.

Damit die Dinge nie wieder werden wie zuvor. Damit die Ideen und die Praktiken die uns verbinden sich in einen wirkichen Fortschritt verwandeln.
So dass wir weiterhin unregierbar bleiben.

Einen revolutionaeren Gruss an alle Kameraden auf dieser Welt.

An alle Gefangenden: Wir werden euch befreien!

Quelle: Indymedia Barcelona: http://barcelona.indymedia. org/newswire/display/360578/index.php
Uebersetzung: Paula

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